• Alois Lageder Weine exklusiv beim Deutschen Nachhaltigkeitstag

    Visionen werden nicht immer belohnt. Aber im Falle Alois Lageder schon. Sein langjähriger Einsatz, seine Unternehmensführung auf nachhaltige Handlungsweisen umzustellen wird honoriert und von den Vordenkern der Industrie anerkannt. Sein Weingut und seine Weine, insbesondere der "Beta Delta" (nach Demeter zertifiziert) wurden ausgewählt, als exklusiver Weinpartner die illustren Gäste, wie bspw. den DFB, Wolfgang Schäuble und Jane Fonda, im Rahmen des Deutschen Nachhaltigkeitstages in Düsseldorf ganzheitlich zu verwöhnen. (www.deutschernachhaltigkeitstag.de)

  • WOSA 2010

    Das kommende Jahr wird für Südafrika ein vielversprechender Jahrgang, der
    schon jetzt weltweite Aufmerksamkeit erzielt. Auch wir hoffen, dass ganz
    viele Nationen und Sportfans mit uns feiern und auf ihre Stars anstossen!
    Dazu empfehlen wir natürlich unsere Weine. Unsere Weinhändler können und
    werden die Saison mit unserem Aktionslogo begleiten und die steigende Zahl
    Südafrika-Fans auf die sympathischen Botschafter der Gastgebernation
    hinweisen. (weitere Informationen unter: www.suedafrika-wein.de)Celebrate South Africa

  • Südafrika Weinshow, 11 Oktober 2009

    Alle Jahre wieder! Wir freuen uns auf die Südafrika Weinshow in Mainz! Es ist das neunte Mal, dass wir diese Verkostung organisieren. Und jedes Mal ist es eine neue Herausforderung. Erst meldet sich keiner an und dann werden es in der letzten Sekunde mehr Aussteller. Also inzwischen sind wir 54 Teinehmer, die sich präsentieren wollen. Der Katalog ist digitalisiert und kann auch vorab schon eingelesen werden. Persönliche Listen können im Vorfeld ausgedruckt werden, so dass man diesen Verkostungsmarathon mit über 650 Weinen auch schafft. Ich bin ja selbst immer wieder begeistert, was es alles Neues gibt. Neue Namen, vielversprechende Weine - nur ich bzw. wir, Christine und Veronica kommen eh nicht zum Verkosten. Wir lesen das dann alles nach :-)) bzw. freuen uns auf die Restflaschen, die dann im Anschluss in unserer Garage landen und wir uns zu inoffiziellen Garagiste-Verkostungen treffen.

    Tja ein paar Highlights gibt's alle mal - auch ausserhalb des Weinprogrammes. Wir haben zum ersten Mal eine eigene Webseite gebastelt! Wer denkt das geht so zwischendurch - puhhh! Irgendwie entwickeln sich unsere kreativen Inputs alle zu Monstern, die ein enormes Maß an Hunger nach Aufmerksamkeit mitbringen. Schade eigentlich, dass dann alles so schnellebig ist und bevor man es richtig fertig hat, es schon wieder alt ist. Nun, nicht ganz. Wenn ich mir so den Podcast vom letzten Jahr betrachte, finde ich das schon super und freu mich schon, dass Mario zugesagt, hat in diesem Jahr dabei zu sein und vor der Kamera zu verkosten. Ich bin gespannt! Dann gibt's ein paar spannende Seminare, mit Lynne Sherriff und Steffen Maus. Die Weine müssen wir noch auswählen - wer die Wahl hat, hat die Qual. Und am Samstag Abend wird diniert. (Während mein Team die Kühlschränke vollpackt) Also - "Cape Flavours" bildet den Auftakt unserer Show und folgenden Südafrika Wochen im Hyatt lassen das Südafrika Feuerwerk in der Weinhauptstadt Mainz ausklingen... Während die Karavane weiterzieht, zum Megatasting in London, vom 13-14 Oktober. Yeeph da freu ich mich drauf, weil ich mich megagerne den Weinen die präsentiert werden, widmen möchte und weniger nach Kartons, Namensschildern und Korkenziehern suchen muss. Back to work - the update follows. Wer mehr "sachliches" wissen möchte: Hier geht's lang - www.südafrika-weinshow.de

  • "Teamspirit"

    Es sind viele Bücher geschrieben worden und täglich werden es mehr, über das Thema "Leadership", "Mitarbeitermotivation" und wie man "Teamspirit" erzeugt. Ein gelebtes Beispiel ist die Exportorganisation "Wines of South Africa" mit Su Birch als CEO an der Spitze, nun mehr seit rund 7 Jahren. Ich bin stolz und empfinde es als große Wertschätzung so viele Jahre schon "Member of the Club" zu sein und mein eigenes Potenzial in diesem Kreis entfalten zu dürfen. Es ist kein Streichelzoo und kein Wunschkonzert - es ist harte Arbeit, der ständigen Kritik der Winzer und Mitglieder ausgesetzt; vergleichbar mit einem Boot, das bei rauhen Bedingungen (Märkte) mit geringer Ausstattung hart am Wind segelt - doch die Besatzung "liebt" es. Es öffnet das Herz zu sehen, dass jeder an seinem Platz "Seins" gibt und wie alle an einem Strang ziehen. Ja, das hat man schon oft gelesen und wir haben das Glück es zu leben und unsere Realität zu gestalten. Geld, Bezahlung? Tja - macht das wirklich reich? Äh erfolgreich?

    Hier das Zitat aus dem Rundschreiben an die Winzer und Mitglieder...

    FROM  THE DESK OF WINES OF SOUTH AFRICA CHAIRMAN, JOHANN  KRIGE
    On  behalf of the Board of Wines of South Africa  I would like to congratulate our CEO, Mrs Su Birch on being awarded The Drinks Business Woman of the Year for 2009.  This award was announced last week at the London International  Wine Fair. The whole industry is proud of this achievement, which Su attributes to the "fabulous hard working and creative team we have  at WOSA, in South Africa and abroad".
     
    Cees von  Casteren (Freelance journalist for Meininger’s Wine Business  International/Perswijn/FD/De Gelderlander), had the following to  say:
     “During my research on generic bodies for two  articles in Meiniger’s Wine Business International, I discovered  that Wines of South Africa (WOSA) is running its annual programme on  a budget virtually half the budgets of competing countries like  Chile or Argentina. In absolute terms, only New Zealand Winegrowers  has less funding. This surprised me, as WOSA’s annual programme of  activities in breadth and depth is not inferior to its counterparts.  Su Birch has a gathered a motivated and loyal team around her. I  know as I have been visiting South Africa now for ten years.”

    ... das berührt! Danke! Die Segel sind gesetzt!

  • Nachhaltigkeit - die Zeit ist jetzt

    Am Freitag besuchte ich den 4. Heilbronner Weinmarketingtag, ausgerichtet von den Studenten der Hochschule Heilbronn."Wer Wagt, gewinnt" war der Aufruf von Prof. Dr. Ruth Fleuchhaus an die Teilnehmer aus der Weinbranche. Das Vortragsprogramm war inspirierend - die interessanten, branchenfremden Redner, regten zum Nachdenken und zu Diskussionen an. So z.B. auch der Vortrag von Frau Martina Hoffhaus (Initiatorin des LOHAS Competence Centers) mit ihrer Schilderung der Bedürfnisse von LOHAS Konsumenten, die einen "Lifestyle of Health an Sustainablity" pflegen. In der zusammenfassenden Diskussion formulierte ich ein Statement, um dessen Wiedergabe ich von einigen Teilnehmern gebeten wurde...:

    "Nachhaltigkeit – ist kein ausschließliches Marketingziel. Hier geht es nicht um einen modischen Trend bzw. Faktor zur Abgrenzung vom Wettbewerb, wie bspw. zwischen der sog. Alten und Neuen Welt. Es gibt nur eine Welt, vor allem aus der Perspektive der Nachhaltigkeit.

    Die Vorrantreibung einer umweltbewussten und Ressourcen schonenden Weinwirtschaft geht alle Beteiligten und Nutznießer der Weinerzeugung etwas an. Nachhaltigkeit ist kein Thema das eingeschränkt mit dem Augenmerk auf “Transportwege” diskutiert werden kann und sich auf ein Einkaufsargument für oder gegen ein Weinland beschränkt. Wenn die Weinerzeuger zukünftig vor der Aufgabe stehen, eine Ökobilanz für die Erzeugung ihrer Weine erstellen zu müssen, dann werden wir erstaunt sein, vor welche Herausforderungen und Aufgaben uns das stellt. Es geht hier auch nicht ausschließlich darum, dass alle Bioweine erzeugen müssen. Hier geht es um eine Neuausrichtung unseres unternehmerischen Handelns unter Berücksichtung von ökologischen, ökonomischen und sozialen Belangen. Was wir also brauchen sind u.a. energieeffiziente Arbeitsabläufe, die Entwicklung und Anwendung neuer Technologien im Bereich Energiegewinnung, Verpackungspolitik, Abfallverwertung etc. Und dafür sind wir gefordert interdisziplinäre Netzwerke zur Förderung des Dialogs und des Austauschs zu bilden, denn in puncto Nachhaltigkeit hat keiner die Lösung für sich in der Tasche. Nachhaltigkeit ist ein komplexes Thema, was auch einen enormen Kommunikationsbedarf mit sich bringt - innerhalb der Branche und gegenüber den relevanten Öffentlichkeiten wie Politik, Zulieferern, Handel und Konsumenten. Das kann und wird keiner alleine schaffen, u.a. auch nicht, weil sich dieses “alte” Wettbewerbsdenken im Sinne der Nachhaltigkeit bzw. Umweltschonung ausschließt. Wer sich wahrhaftig und glaubwürdig für Nachhaltigkeit engagiert, muss daran interessiert sein, diesen Gedanken im Bewusstsein aller Beteiligten zu verankern – wir leben alle auf der gleichen Erde, die es respektvoll zu behandeln gilt. Und um die geht es schließlich, als Lebensgrundlage für uns und vor allem für unsere nachfolgenden Generationen.

    Auch die (deutsche) Weinwirtschaft wird das Ziel “die Umwelt zu schonen, respektvoll mit den Ressourcen umzugehen” nicht mit einer Einzelkämpferausrichtung erreichen. Hier gilt es zwar dass jeder für sich, aber vor allem auch als Branche Verantwortung zu übernehmen, wenn uns daran gelegen ist, unseren nachfolgenden Generationen die Erfüllung ihrer Bedürfnisse zu ermöglichen. Glaubwürdige Nachhaltigkeit fordert von uns, dass wir die Komplexizität unseres Wirtschaftens umfassender verstehen bei gleichzeitiger Übernahme von Verantwortung für die Folgen. Dies führt dazu, dass wir nicht nur sofort beginnen müssen Schadensbegrenzung und Vorsorge zu betreiben, sondern wir sind ebenfalls gefordert, uns als Branche gemeinschaftlich für neue Normen und ein ganzheitliches Werteverständnis einzusetzen. Es geht auch darum, eine starke Lobby für unsere Belange zu formulieren und mit Funktionären und politischen Entscheidern Rahmenbedingungen zu gestalten, die eine Umsetzung des Konzept der Nachhaltigkeit fördern und erleichtern. Mit einer zunehmenden öffentlichen Austragung von Streitigkeiten zur Beweisführung “Wer ist der Bessere” werden wir unsere Position in der Öffentlichkeit und allen voran gegenüber dem Verbraucher spürbar schwächen. Wir brauchen eine couragierte Kommunikation als “Weinwirschaft”, die ein positives Bewusstsein und das Verständnis für Qualität und Weingenuss fördert. Die Entwicklung und Implementierung des Nachhaltigkeitsgedankens wäre eine positive Botschaft, die uns attraktiv und interessant macht. Aus meiner Sicht ist “Nachhaltigkeit” eine Lebenseinstellung, resultierend aus der Notwendigkeit die ökologischen, ökonomischen und sozialen Interessen zu bündeln und neu auszurichten. Und diese Zeit ist jetzt". (pm, 24.04.2009)

  • Nachhaltigkeit - warum eigentlich keine Selbstverständlichkeit

    Da sitze ich im schicken Berliner Sushi-Laden (Name habe ich vergessen, vor lauter Schreck als der Wirt nebenan prahlte er serviere nur regionale Produkte... Aha und das bei Tuna, Yellow Tail & Co, eigentlich hätte ich auch gleich wieder gehen sollen, weil in punkto Nachhaltigkeit dieses Essen überhaupt nicht angesagt ist, aber ich blieb sitzen, mein Vöslauer Wasser (Austria) und Cloudy Bay Sauvignon Blanc (NZ) genießend. Erstaunlich was und wer sich inzwischen alles mit "how to serve the planet" befasst, siehe neue Promi Liste "Wer wird Klima-Freund 2009" - Deutschland sucht den Klimastar, Auweia. Laut Umfrage wissen nur 20 Prozent der Bevölkerung etwas mit dem Begriff "Nachhaltigkeit" etwas anzufangen. Verwunderlich? Tja, man merkt ja selbst recht schnell, wie komplex diese Aufgabenstellung ist, wenn man in 3 Sätzen (oder in 140 Zeichen (Twitter), mehr Raum hat man ja heute bei unseren Kommunikationsgewohnheiten kaum noch) das Thema "nur so viel nehmen, dass es niemandem schadet" erklären oder gar begeistern will. Ganz schwierig - erzählst du was von Natur und Artenvielfalt, das ist ja nett... lächelt mir mein Gegenüber höflich zu (spüre ich da prüfende Blicke auf mein Schuhwerk?) Neuer Versuch: Analogie Bankkonto - ganz schlecht, nicht zielführend oder doch? Da erntest du ein Augenrollen und das leidige (Ablenkungs-)Thema von wegen "Banker und ihr (un)Wesen" bestimmen fortan das Gespräch. Hah, meine Chance: Nachhaltige Anlagen... irgendwann fällt "neue Werte" (Nein, wir sprechen nicht vom Dow Jones). Ganz schlecht: Nachhaltigkeit ist ein normatives Konzept (huch) - als es geht um Werte, möglichst um gemeinsame und zum Wohle der Mitmenschen und der nachfolgenden Generationen. Hören Sie: Ihre Kinder – uupss, ganz schlechtes Thema, die leben bei der Exfrau, Sorgerecht ist ein Streitpunkt! Wie wollen Sie den Nachhaltigkeit messbar machen, gesetzlich regeln? Ja, darüber zerbrechen sich viele den Kopf! Notwendigerweise beschäftigen sich damit zahlreiche Menschen, überwiegend linkshirnlastige. Aber erreichen wir damit und gewinnen wir dafür denjenigen, den es wirklich dazu braucht - den Menschen? Werden wir über "Ökobilanzierung", "Materialstoffstrommessungen" oder "Schadschöpfung", sprich mit der Evaluierung von Kennzahlen sein Herz erreichen? Das braucht es nämlich wenn wir uns über "Nachhaltigkeit" unterhalten wollen. Aber nein, jetzt wird gerechnet: Wieviel Kilometer z.B. eine Weinflasche von Südafrika ins heimische Tüllendorf zurücklegt. Und schon wird's wieder kompliziert: Schiff, Bahn, LKW und fährt der ehrenwerte Genießer mit dem Fahrrad zum Fachhändler oder mit dem Cayenne? Selbiges mit Äpfeln - Ab Mai verschlechtert sich die Ökobilanz deutscher Äpfel rapide, weil schrumpelig sollen sie ja dann doch nicht aus sehen und im CO2 Lager bleiben sie halt einfach frischer. Also alles sehr komplex; da behelfe ich mir zunächst mit der Milchmädchenrechnung: 1 + 2 = 4 !! Gemeinsam und dank unserer Diversität, erreichen wir mehr - jeder Einsatz, jeder gute Gedanke zählt, Zukunft beginnt Jetzt - um nachhaltig zu fühlen was gut ist, brauchen wir einen wachen und gesunden Menschenverstand gepaart mit dem Mut auf seine inneren Sehnsüchte zu hören und sich dafür einzusetzen. Statt sich in angeblich erwachsenen Scheinwelten zu verlieren, muss es doch klar sein, dass wir eine Verantwortung haben für unsere nachfolgenden Generationen. Es leuchtet mir überhaupt nicht ein, warum dass nicht selbstverständlich ist. Wir sind hier Gast und wie benehmen wir uns? Wie bei unseren besten Freunden? Legt man dort die Füße auf den Tisch, egal welchen Dreck man hinterläßt, packt man sich den Teller voll, egal ob der Tischnachbar noch was abbekommt? Schreit man so laut, dass die Kinder nicht schlafen können.... Die Welt gehört nicht uns... was bilden wir uns nur ein...? Woher rührt bloß diese Anmaßung?

  • Weinagenda 2020

    Selten geht man aus einer Weinrunde „ernüchtert" nach Hause; es sei denn man diskutiert mit Aren Heijbroek von der Rabobank, der als einer der erfahrensten Investmentbanker für Wein gilt, über die Zukunft der globalen Weinwirtschaft. Irgendwie weiß man ja, dass in Deutschland rd. 85% des Weines für weniger als 3,00 Euro verkauft werden und dass die wichtigste Einkaufsquelle für Wein der Discount bzw. Supermarkt darstellt und dass wir, Deutschland damit – wenn auch zu einem der größten Weinabsatzmärkte – uns immer mehr im unteren Qualitätssegment ansiedeln. Aber wesentlich ist: Der deutsche Markt ist heterogen und es gibt neben den Discounters & Co viele weitere sehr verästelte Absatzwege, die Chancen bietet, aber darum muss man sich bemühen, professsionell und sehr zielgruppenspezifisch arbeiten. Deutschland ein Aldi-Land, aus meiner Erfahrung weit gefehlt.

    Neue aufstrebende Märkte wie China, Rußland – ein Hoffnungsschimmer für den zukünftigen Weinabsatz, die Reduzierung des Weinüberangebotes? Das ist mit viel Risiko behaftet, oder wie Aren sich ausdrückt: China ist eine „wild card“. Die Geschmacksprofile in beiden Ländern lassen uns erschaudern, die Marktsegmente sind klar geteilt: Entweder hochwertigste Kreszenzen (und damit laufen die Bordeaux Gefahr zum Träger für einen Schuss Cola zu werden), oder einfachst im unteren Segment und damit süß. Also, bis sich dort eine verständige Mittelklasse entwickelt hat, das dauert noch ein paar Jährchen. Und dann steht man auch da vor der großen Frage, wie motiviert man Konsumenten zu einem höheren Qualitätsbewusstsein? Das ist ja schon für die in Deutschland aktiven Vermarkter ein Buch mit sieben Siegeln. Bleibt den globalen bzw. auch den Premiumweinerzeugern jetzt nur noch die USA, als letzte Hoffnung um in der Weinvermarktung rentable Renditen zu erzielen? Immerhin interessiert man sich dort wohl mehr für Weine in den Preissegmenten zwischen 5 – 14 Euro. Tja, was ist bei uns bzw. in Europa (bei den Engländern und Holländern sieht es ja auch nicht besser aus) schief gelaufen? Wein, ein Kulturgetränk? Wie schaffen wir ein „Trading up“? Welche Strategien wählt ein Produzent: Kostenführerschaft? Markenbildung oder die geliebte Nische? Zunächst ist klar, es gibt keine geschützten Inseln mehr, überall bläst ordentlich der Wind des Wettbewerbes, jeder hat was Gutes, was Besseres und gibt sich noch mehr Mühe. Das „Customer Related Management“, also die fürsorgliche Kundenpflege (sie z.B. mit einfallslosen Anschreiben zu belästigen, ähh zu begeistern) um ein Feuer der Loyalität auszulösen, wird wohl um sich greifen.

    Liegt das Heil im Marketing? Wohl noch am ehesten... denn hätte Wein, als anonymes Getränk überhaupt eine Chance? Lebt nicht die gesamte Weinbranche – egal ob lokal oder global – von der Faszination der Kultur, vom mannigfaltigen Erlebnis, von den Banden der Historie bis in die Moderne? Vom gemeinsamen Kochen, vom Urlaub in den Weinregionen, von der Geschichte der Winzerfamilien, von den Besonderheiten der Regionen? Wein hat eine authentische Geschichte, wenn auch große Markenbauer, ihre eigenen Stories, z.B. um den Herkunftskontinent basteln oder fröhliche Menschen, sich mit ihren prall gefüllten Einkaufskörben treffen. Alle, die in diesem Theater „Weinwelt“ agieren, leben von der Urfaszination des Weines, als Kultur- und Traditionsgut. So auch Aldi und Co, der Massenanbieter bis zum Spezialisten, der informierte Weinprofessor und der einfache Genießer, der sich für 2,99 Euro ebenfalls in seinem Verständnis etwas „Gutes“ gönnt.

    Neben all den Zahlen und globalen Entwicklungen, die auf den Blogs von Eckhard Supp, Mario Scheuermann, Niko Rechenberg und Michael Pleitgen nachzulesen sind, ist meine Überzeugung, dass wir den deutschen Absatzmarkt nicht so eindimenional bewerten sollen. Und Vermarkter sich engagiert um das Marketing kümmern müssen - und zwar zielgruppenorientiert - die Kultur des Weines feiern sollten, die authentischen Geschichten erzählen und die Menschen, die sich für die Qualität der Produkte einsetzen, auf die Bühne stellen. Nur eben sicherlich zeitgemäßer und unkomplizierter, als das bisher von Weinmarketern gemacht worden ist. Und vielleicht auch mit etwas mehr Sinn für eine gemeinsame Notwendigkeit. Sich im Wettbewerb zu denunzieren, z.B. um sich selbst zu profilieren, ist dabei wenig zuträglich. Will sich die Weinbranche nicht den eigenen Ast absägen, nämlich den Erhalt der Vielfalt - im Angebot, in der Vermarktung und in den Geschmacksprofilen, dann sollten wir eine Einladung sein und andere Menschen an unserem Genusserleben teilhaben lassen. Doch wie? Abwarten und Tee trinken? Dabei fällt mein Blick auf die Inschrift meiner Teetasse unseres Gastgebers Anton Viehhauser, im Hamburger Hafenclub: „Having a taste for quality is having a taste for quality in life“... Tja nicht umsonst spricht man beim Wein auch vom "life style" Getränk...

  • 350 Jahre Weinerzeugung in der Kapregion

    Ein Hoch auf die südafrikanische Weinwirtschaft! Schon oder erst 350 Jahre ist es her, als Jan van Riebeek, ein niederländischer Schiffsarzt, den ersten Traubensaft in der Kapregion presste und den Grundstein für Südafrikas Weinerzeugung legte. Ihm ging es eigentlich mehr um die Versorgung seiner Schiffsleute, der Weinbau war quasi eine gesundheitliche Präventivmaßnahme. Aber sicher war auch der Gedanke damit verbunden, das harte Aussiederleben in der Kapregion zu versüßen, die ja 1652 erst begann sich zu entwickeln. Stellenbosch beispielsweise wurde dann erst 1678 von Simon van der Stell gegründet, der 1688 auch die ersten 100.000 Reben im heutigen Constantia anpflanzte und damit den Grundstein für den großen Vin d' Constance legte. Es ist schon faszinierend, wie speziell Südafrikas Weingeschichte bis heute ist, das wird mir auch in Mario Scheuermanns heutigen Hommage im Drinktank bewusst. Und jeder der schon mal selbst in Südafrika war, spürt, dass dieses sogenannte Neue Weinland, dank seiner europäischen Wurzeln auch einen unbewussten Teil von unserer eigenen Kultur berührt und damit Vertrautheit schafft. Südafrikas Weinwirtschaft lässt uns eintauchen in ihre Historie und lässt uns, dank ihrer Offenheit und Lernbereitschaft, an der Gestaltung der Zukunft teilhaben, wie insbesondere in den letzten Jahren vielfach bewiesen. Südafrikas Geschichte ist präsent - ob bei einem Spaziergang in der denkmalgeschützten Dorpstreet von Stellenbosch unter den schattigen Eichenbäumen, oder bei einem kühlen Sauvignon Blanc in der Gourmetszene Constantias oder bei einem kernigen Pinotage in der Volkskombois in Stellenbosch zum hausgemachten Bobotie. Namhafte Weingüter, wie Rustenberg, Vergelegen, Boschendal, Buitenverwachting, Blaauwklippen, Meerlust, ach und viele mehr, die ihre stolzen Manorhäuser als Zeitzeugen des Kolonialstiles wie Juwelen polieren. Moderne Bauten, die wie Dornier, Waterford, Tokara von unbegrenzten Möglichkeiten und Pioniergeist strahlen, die kleinen Küstendörfchen Simonstown, Kalk Bay, Muizenberg oder im Osten, Hermanus und Arniston, die noch heute vom Charme vergangener Tage berichten. Und ganz zu schweigen von der Natur! Die uralten Böden, die uns mit unserem Urgedanken von Godwanaland verbinden, der Tafelberg, das mystische Momentum mitten in der Mother City, bewegt unsere tieferen Sinne. Aber auch Robben Island, die Gefängnisinsel vor Kapstadt, die uns mahnend an Südafrikas dunkelste Vergangenheit erinnert und gleichzeitig jedoch die Kraft des Vergebens und eine friedvolle Begegnung fordert. Südafrika - steter Wandel, nicht immer friedvoll, weiß Gott nicht, damit haben die Buren und die Briten ja schon im 16 Jhd. angefangen, als sie sich um die Besitzstände und die Machtposition in der Seefahrt die Köpfe einschlugen. Südafrika erlebte in seiner "kurzen" Geschichte zahlreiche Auf- und Niedergänge und ging doch immer wieder gestärkt und voller neuer Tatendrang an die Gestaltung der Gegenwart. Und gerade deshalb auch ein ehrliches "Happy Birthday", gerichtet an eine höchst innovative Weinwirtschaft, die genau vor 15 Jahren einen Paradigmenwechsel erlebte und diese Chance wahrgenommen hat, sich unbeirrbar weiterentwickelt, Tradition verehrt, Neues integriert und unbeirrbar viele von uns, z.B. mich, mit tollen Weinen und sympathischen Menschen, in ihren Herzensbann zieht. Danke "Weinland Südafrika" wir gratulieren von Herzen: Happy Birthday - South Africa

  • special moments

    Heute nachmittag diskutierten wir noch wie wir "350 Winemaking" Suedafrika feiern sollten. Und ob ueberhaupt... und dann: Einladung bei Ken Forrester "privat", einem der beeindruckendsten Winzer Suedafrikas. Seine Passion fuer Chenin Blanc, war Kennern schon immer bewusst, spaetestens als er mit Martin Meinert den FMC produzierte wurde die Benchline fuer Chenin neu definert. (FMC + Forrester und Meinert Chenin, oder wie unser geliebter Mathew Jukes (UK) in einer seiner (zahlreichen) Sternstunden zu sagen pflegte: Where is this "Fucking mad Chenin". Privat, ist bei den Suedafrikanern eigentlich nicht viel anders, als dass man sie eh kennt, wenn man sie kennenlernen will. Nur die Kulisse aendert sich. Unsere: Bei diesem Wahninnsabendlicht in Stellenbosch, entlang der R44, mit Blick auf Table Mountain nach vorne und im Ruecken die Helderberg Range! Durch ein Cap Dutch (1649) Manor House wanderd in Richtung Garten (mit Pool), begleitet von 2 Jack Russells und 2 Schaeferhunden (aus dem Tierheim)erwartet uns nicht nur KF Chenin und Sauvigon, sondern auch ein liebenswerte "spoon saprage" (Champagner) und ein erwaermendes Dankeschoen an die WOSA. Es ist kaum in Worten auszudruecken... aber hier wird Reichtum neu definiert und auf die menschliche Dimension ausgedehnt. Es folgte... u.a. smokend Salmon, baked potatos, Fleisch in seiner besten Form, Salate in ungewohnter Vielfalt und eine Schokoladentorte, die nicht hoch aber "sustainable" war... und dazu gab es "the Gypsy" "Three Halve" in einer wunderbaren Runde mit Kens Team - von der Buchhaltung und der Logistik bis zum Marketing, erschloss sich uns der Kreis derer, die alle dazu beitragen, um den Weinkreis wirklich rund zu machen. Es ist schon was besonderes: "es" zu wissen, "es" zu fuehlen, "es" zu geniessen und "es" zum Ausdruck zu bringen. Dazu bleibt mir nur Mossie (Bossmann, Graham Beck) zu zitieren, als er uns (WOSA`s) in Robertson in den Bus hiefte: "Don`t make it too complictated: Life happens now now"

  • Celebrating success

    Wines of South Africa (WOSA) hat sein internationales Marketingteam zu einer Roadshow eingeladen. Nein, nein kein Verkostungsprogramm - wir praesentieren in den unterschiedlichen Weinregionen unsere Maerkte und die erzielten Ergebnissèum genauer zu sein: Erfolge. Insbesondere auch auf dem deutschen Markt. Sustainabillity ist ein Schluesselwort, nicht nur fuer den Bereich der Weinerzeugung. Nein insbesondere auch in der Vermarktung. Wie halten wir die erzielte jaehrliche Exportmengen, die in der Menge alle Erwartungen uebertroffen haben. Wie gestalten wir eine *sustainable future*? Eine denkaufgabe, die Spaß macht - vor allem, wenn man hier durch die Regionen faehrt und eintaucht in die *Biodiversity*, die Weine verkostet und sich offen auf die Menschen einlaeßt und ihnen zuhoert. Motivierend: Wir haben eine Marketingkampagne, die lebt und erlebbar ist.

  • Aus dem Terminkalender 2009

    Die Pro Wein treibt das PR - Karusell an: Was in diesem Zusammenhang alles produziert werden soll, das ist schon beachtlich. Von der Pressemeldung bis zur Hochglanzbroschüre, Messestände vom Feinsten und trotzdem günstig. Neue Weine, neue Etiketten und und und... Gut dass dieser Megaevent dieses Jahr wengistens Ende März ist, da bleibt einem nach einem straffen Jahresendgeschäft (bzw. nach dem Sommerurlaub der Südafrikaner) noch etwas Zeit, den Aktionismus in geordneten Bahnen abzuwickeln. Und dann gehts flott weiter zur Vinitaly, die am darauf folgenen Wochenende stattfindet. Wer schlau ist und eine Einladung hat, der macht einen Abstecher in Margreid, zur Summa: Dort sind nämlich die richtig guten Winzer, in einem wunderbaren Ambiente vertreten und man kann feinste Weine in Ruhe verkosten und sich in Ruhe mit den Machern unterhalten. Gedrängt ist's nur beim Mittagstisch, wenn alle Italiener mit ihren Familien gleichzeitig Platz nehmen wollen. Was uns besonders freut: Alois Lageder präsentiert seinen ersten biodynamischen Wein, zertifiziert! nach Demeter. "BD" eine Cuvee aus Chardonnay und Pinot Grigio, wunderbar...! Viel Harmonie, Kraft, tolle Frucht, das ist das Sahnehäubchen auf dem Sortiment (Ja ja ich bin befangen... ihr könnt es gerne selbst probieren). Alois hat alle seine Weinberge in nun mehr 3 Jahren auf Biodynamie umgestellt und dies ist eine beachtliche Leistung, nicht ganz risikofrei. Aber das Ergebnis ist motivierend und lädt zur Nachahmung ein! Die Reben nehmen diese gute Pflege und die Hingabe dankbar auf. (Rebe = ja schließlich weiblich!!) Und auch von Bonterra gibt es einen neuen Biotipp: Bonterra Rosé - eine ansprechend Ergänzung zum Bonterra Sauvignon Blanc. Diesen präsentieren wir auf der Biofach, die ich auch mal wieder persönlich besuchen werde! Und dann haben wir noch Georgien: Uff, das ist ein nachhaltiges Projekt, zumindest für uns hier intern, wir sind ja alle so verwöhnt, das alle Anfragen unmittelbar beantwortet werden und das jeder - selbst auf der Toilette - online ist. In diesem Land der Erde ist das nicht so... vielleicht wäre das der USP für dieses Gebiet: Off-line Reisen? Übrigens ein neuer Trend, wenn man Mr. Future, Herrn Horx folgen mag.

  • online-offline...

    Da kann ich ja schon verstehen, wenn so manch einer stöhnt, wann soll ich auch noch bloggen. Geht mir ja selbst so... Da schreibt man schon den ganzen Tag so vor sich hin und überwiegend für andere und dann lockt auch noch der Blog. Und ist es denn auch wirklich so interessant was man trinkt, isst und denkt? Tja, darüber braucht man sich beim Bloggen auch gar nicht soviele Gedanken zu machen. Es ist ja auch ein Tagebuch... bei mir wohl eher ein Monatsbuch. Und ein schlechtes Gewissen, wenn man es nicht so ganz pfleglich behandelt, sollte frau sich schnellstens abgewöhnen. Schließlich geht's um Spaß. Und denn haben wir; trotz "Krise". Die wir hier in unserem lauschigen BB (schon mehrmals betont) nicht so sehr spüren. Im übrigen: Hier wird die Reihe der Promibesuche festgesetzt: Am 10. Februar kommt der Dalai Lama; ihm wird der Medienpreis durch Herrn Kögel verliehen. Was die Chinesen wohl dazu sagen? Die Party wird wohl nachmittags stattfinden, denn Dalai Lama geht um 19:00 schon schlafen. Wo? Hmm, das ist hier das große Rätselraten auch im Rahmen des Natokongresses! Der findet nämlich am 4. April statt! Da kommen sie alle: Die politische Prominenz: Obama, Merkel und Co. Und wo die wohl alle wohnen werden? Vermutlich in Berlin - schussicher. Und per Jet ist man ja in gut 45 Minuten von der Hauptstadt hier im Schwarzwald. Sehr nachhaltig. Nun ja, die Hotels sind ausgebucht, die Grundschulen auch - für Journalisten und Polizisten. Das große Rätselraten, wer schläft wo, geht also weiter.

  • Hot Spot "Baden-Baden"

    Da sitzt man an einem sonnig schönen Herbst oder gar Wintertag auf der Terrasse auf einen Kaffee im Café im Kunstmuseum und betrachtet so die gediegene Baden-Badener Klientel beim samstäglichen "ich zeig mich Bummel" auf der berühmten Lichtenthaler Allee, da läuft doch tatsächlich Bill Clinton vorbei! Ja, genau der Bill... dessen Frau da grade noch in der Zeitung war von wegen ob der Obama sie jetzt doch oder besser doch nicht... Und was macht Bill, er läuft - ganz entspannt und privat - durch Baden-Baden! Es ist doch nicht zu fassen! Wow... wie gut, dass wir das Burda Museum haben, oder eben unsern Herrn Kögel, der Baden-Baden dank Medienpreis immer wieder neuen Glanz verleiht. Oder besser, der immer wieder die, dieser Stadt scheinbar innewohnende Faszination auf die großen Geister, Denker und Macher neu belebt. So wie ich auch lernen durfte, aus den Erzählungen und im Rahmen der Buchvorstellung von Richard Schmitz, langjähriger Direktor vom Brenners Parkhotel, welch namhafte politischen Köpfe schon seit jeher in dieser Stadt verkehrten. Und welche Rolle Baden-Baden spielte bei der Unterzeichnung der Verträge zur Gründung Europas. Schließlich ist das auch mit der Grund warum die NATO nächstes Jahr Anfang April ihre 60-jährige Feier in Straßburg und in Baden-Baden zelebriert. (Das Herr Sarkozy deshalb verschnupft ist, bräuchte ich eigentlich nicht extra zu erwähnen... ) Nun ja, auf jeden Fall soll dann auch der Herr Obama kommen und viele andere auch, z.B. 3.000 Polizisten, wegen der Sicherheit und der vielen Links- oder Rechtsradikalen? Nun ja, vielleicht werden wir ja auch alle evakuiert? Aus Sicherheitsgründen? Aber Herr Schäuble wird sich schon was einfallen lassen - er kommt ja von hier. Ich werde dann meinen Geburtstag, der ist nämlich dann wenn diese vielen wichtigen Leute da sind, wohl besser in Südtirol feiern, bei der Summa mit Alois Lageder und mit der Creme de la Creme der europäischen Winzer. Aber jetzt freuen wir uns erst mal das soeben Britney Spears eingetroffen ist, die wohnt jetzt am Wochenende auf der Bühler Höhe, da wo die englische Fussballmannschaft während der WM gewohnt hat... Tja Bambi sei Dank - an diesem Wochenende wird's bunt hier in unserem kleinen Paradies! Mal sehen, ob wir einen oder zwei von diesen Promis auf unserem Weihnachtsmarkt beim Glühwein treffen. Aber kümmert's hier einen wirklich? Tja, unerkannt kann man hier schon bleiben und ich glaub auch, das mögen viele dieser Menschen an dieser Stadt so sehr!

  • Bio & dynamisch...

    Mein Wochenendausflug war der "Biodynamie" gewidment. Alois Lageder stellt sein Weingut bzw. seine Weinberge konsequent seit einigen Jahren auf Nachhaltigkeit und eine biodynamische Bewirtschaftung um. Für ihn ist das Bekenntnis zur Natur und die Rücksichtnahme bzw. das Leben im Einklang mit den Rhythmen und Zyklen eine Anbindung an seine ursprüngliche Persönlichkeit. Schon von Kindesbeinen an, wurde gependelt, der Friseurtermin nach dem Mondkalender ausgewählt und das Gemüse biologisch angebaut. Diese Einstellung auf betriebswirtschaftliches und unternehmerisches Handlung zu übertragen, prägt seine Vorgehensweise als Unternehmer seit dem Eintritt in den elterlichen Betrieb. Der Neubau seines Anwesens vor 15 Jahren setzte Zeichen in der konsequenten Anwendung des Nachhaltigkeitsgedanken. Da ist er einer der Ersten! Ohne Zweifel. Sein Sinn für Schöngeistiges und Qualität toppt seine Umsetzung und da "ganzheitliches" Leben für ihn eine Selbstverständlichkeit ist, riecht es überhaupt in keinster Form nach Müsli oder gar Esotherik "Klischee". Sein neuer Wein: "BD" eine 2007er Cuvée aus Chardonnay und Pinot Grigio - ist sein Erster zertifizierter (Demeter) Wein! Lange haben wir über die Bedeutung einer Zertifizierung gesprochen: Und heute ist es (s)ein öffentliches Bekenntnis, welches er für seine Konsumenten abgibt: Alois Lageder praktiziert die Anwendung von Biodynamie ernsthaft (ohne fundamentalistisch zu sein), spürt darin die Steigerung seiner Weinqualitäten, erlaubt die Kontrolle seiner Handlungsweisen und bekennt sich gegenüber dem anspruchsvollen Konsumenten, der ein Recht auf Transparenz hat, da er selbst Verantwortung für sein Genussverhalten übernehmen will. Zu diesem Themenkomplex "Bio & Dynamisch" gibt es noch vieles zu erläutern, zu verstehen, zu erlauben, nachzudenken und wirken zu lassen. Das wurde mir auch bei der Sonderausstellung "bio & dynamica" im Rahmen des Meraner Weinfestivals bewusst: Die Qualitäten, die unterschiedlichen Richtungen und die Kompetenz der Winzer über ihre Philosophie zu sprechen... Immer wieder spürbar eine scheinbare Unverträglichkeit zwischen "Marketing & Biodynamie" - Warum eigentlich? Drüber reden sollte man doch wenigstens, oder? Verkaufen müssen doch diese Winzer auch! Und sie haben was Gutes zu berichten, sie machen interessante Beobachtungen, sie erkennen den Weg als Prozess... Wovor hat man Angst? Ich stimme zu - vieles wird in der neuen Bioszene aus dem Bewusstsein einer neuen Marktnische und Gewinnchancen gemacht... das ist sicher nicht die Wurzel der Biodynamie, da geht es um Respekt, Demut, Würde und Verantwortung - da geht es auch darum mit weniger zufrieden zu sein. Vielleicht die grössten Herausforderungen, die wir Menschen gerade zu bewerkstelligen haben...

  • Solares Südtirol...

    Gott muss schon bester Laune gewesen sein, als er Südtirol geschaffen hat - gemütlich, angepasst an die vorgegebene Geschwindigkeit von 80 verlasse ich das wundervolle und fruchtbare Tal rund um Bozen und Meran. Die im goldenen Licht der Herbstsonne strahlenden Weinberge, die eingenestelten Gutshöfe, die mittelalterlichen Burgen, die Farbenpracht vor der Kulisse des Bergmassives - dem Rosengarten. Es lädt einfach nur ein, anzuhalten, zu wandern, zu törkeln (Vespern) und nach einigen Gläsern wieder in die Gästepension zu törkelen - einfaches genießen, das kann man hier entlang der Weinstraße von Bozen Richtung Süden mit Endstation: Margreid, die Vinothek Paradeis bei Alois Lageder. Hier gibt es nicht nur seine Weine zu kosten und zu kaufen, mit guten Südtiroler Schmankerl wird hier das Bewusstsein von Kultur, Geschmack und Orginalität gelebt. Zu letzterem trägt auch Hansi bei. Wer ihn kennt, weiss auch ohne meine Ausführungen was ich meine und wer ihn noch nicht kennt, wird sich amüsieren...

  • Warum...

    ... schmeckt eigentlich in Italien oder gar auch in Österreich der Kaffee irgendwie besser? Selbst in den nicht sonderlich animierenden LKW-Stationen entlang der Brennerautobahn schmeckst du die Röstaromen, freust dich über die Softheit der Crema und spürst dem feinen bitteren Nachgeschmack noch lange nach - mal ganz abgesehen von der Wirkung, die dein Kreislauf leicht steigen lässt. In der, zum Glück noch immer existierenden Weinbar von Enzo, meiner Lieblingsweinbar in Südtirol, am altertümlich stillen Marktplatz von Neumarkt, serviert er mir zwar mit leicht genervten Gesicht meinen Cappuccino - klar es ist ja immerhin schon 12 Uhr und ich könnte auch ein Glas Prosecco oder Moscato Giallo genehmigen... Nein, nein nicht dieses Mal, ich bin für die Heimfahrt vorgesehen. Und was dann passiert kenn ich schon - in Enzo's Unermütlichkeit und Charme (der sich mit jedem Glas, welches er serviert steigert.. - natürlich mit dem dazu passenden Schmankerl) musste ich (wir :-)) schon mal die Heimreise einen Tag verschieben... Nun zurück zum Kaffee - also scheinbar kann auch der "Italienexport" des Lebensgefühls in Form von Lavazza, Segafredo und Illy (wohl noch am ehesten, sorry bin vorbelastet) diese Kaffeewelt exportieren. Liegt es an den Bohnen, an der Röstung, an der Nutzung der Maschine? Und die damit verbundene Kultur - oder geht es hier eben auch um Terroir? Tja sowohl in Österreich und in Italien geht man eben "auf" einen Kaffee und bei uns geht man eben in ein Café oder trinkt einen Kaffee (viel schneller im übrigen)? So grinse ich dann auch, wie die Amerikaner sprich die Neue Welt die Alte Welt adaptieren - bei Mc Café gibt es ja schon einen ganz guten Café (social gerecht, 100% Arabica) plus eine Vielzahl von Flavours, mit Eis oder ohne, Schokolade on Top oder auch nicht und natürlich alles in small, medium oder large... Und einen 2. oder 3. Shot damits auch aus der Elephantentasse schmeckt, ist überhaupt kein Problem, das ersetzt den sogenannten "re-fill"! Tja, so sitze ich nun da in meinem geliebten alteingesessenen Café König, bei den besten Torten die Baden-Baden zu bieten hat und freue mich über die adrette weiß beschürzte Kellnerin, die neben der klassischen Erinnerung, das es Kaffee nur im Kännchen gibt, fragt: "Äh, den Cappuccino mit aufgeschäumter Milch - oder mit Sahne?" Mmmmmh.. die habe ich schon auf meinem Apfelkuchen, mit Elstar und Rubinette... wie schön, diese regionalen Unterschiede... facettenreich wie unsere Natur!

  • new kids on the blog side!

    http://sincera-wines.blog.de ! That you have to follow.. the wines to know...!!

  • Georgiens Winzer ernten...

    ... und sofern ihr Gebiet nicht vermint ist, läuft auch wohl alles regulär. Doch der Informationsfluss gestaltet sich schwierig, die Abnahmesituation für Trauben kritisch und der Staat musste bereits mit Zwangsabnahmen für Trauben und staatliche Maßnahmen unterstützend eingreifen. Der Landwirtschaftsminister selbst verweilt in den Regionen, um mit seinem Team die Ernte zu beobachten. In Kakheti, in der östlichen und größten Weinbauregion Georgiens, ist Lese bereits erfolgreich abgeschlossen. In Racha-Lechkhumi, mehr im Nordwesten an den Ausläufern des Kaukassus, läuft sie gerade an - mehr News soll's Anfang nächster Woche geben...

    Zahlen gibt es wie erwartet keine, aber insbesondere die kleineren Weinfarmer haben, wie schon erwartet, große Absatzprobleme. Von einer Weinkellerei ist bekannt, dass das Fabrikgelände bombardiert wurde und Feuer gelöscht werden mussten. Alle haben, so Knut Gerber, Projektleiter der GTZ, in diesem Land große Verluste erlitten und das nicht nur in puncto Einkommen.
    Weinernte in GeorgienWeinernte in GeorgienWeinland GeorgienRacha Weinernte

  • Einstieg...

    Ja, ich bin wieder da... Frisch, erholt, gestärkt und guter Dinge. Wenn es auch viele nicht glauben konnten bzw. gar wollten, das Handy blieb aus, auch das Mail und das Twitter und das Blog... Und dann wird einem erst mal bewusst, wie diese Tools, die zwar ganz viel Spaß machen, uns auch ganz ordentlich in Beschlag nehmen. So, jetzt kümmer ich mich erst mal wieder um mein Georgien Projekt - die Georgian Wine Family, 5 Winzer an der Zahl, haben unter Anleitung der GTZ einen Qualitätszirkel gegründet und produzieren unter der Schirmherrschaft von David Maizuradse, richtig respektable Qualitäten. Ich betreue diese Gruppe nun schon seit drei Jahren und wie Ihr Euch vorstellen könnt, dank der Kriegswirren ist es nicht ganz einfach jetzt den Faden wieder aufzunehmen. Es war vorher schon eine Herausforderung ihnen die Idee einer Vision zu übermitteln, aber jetzt ist es noch ein Stück schwieriger geworden. Dennoch es geht weiter, es gibt Wein und der muss vermarktet werden. Der Absatzmarkt Russland ist versiegelt, das ist offensichtlich. Und um erfolgreich den Einstieg an den Weltmärkten zu finden, dafür müssen Ressourcen bereitgestellt werden. Gute Qualitäten gibt es, das haben mir auch André Dominé und Stuart Pigott bestätigt, die beide mit mir im Juni diesen Jahres das Land und die Winzer bereisten. Also Fortsetzung folgt...

  • einfach weg

    Kaum zu glauben, dass ich letzte Woche noch in Kapstadt war... heute sitze ich wieder auf gepackten Koffern! Es ist immer wieder spannend zu sehen, was man / frau alles geschafft bekommt, wenn man sich Termine setzt. Ab jetzt in ich off-line - auf digitalem Entzug sozusagen! Das wird spannend, aber es gibt den Wind, das Meer, die sanften Hügel, die Sonne und der Sternenhimmel - die haben bestimmt viel zu erzählen in der Resonanz mit meinem Herzen, und da gilt es ab und an mal hinzuhören. Darauf freu ich mich. Während da draußen die Panik ausbricht, gehe ich in die Ruhe. Und wenn ich zurückkomme - geht es auch hier weiter. Dann erzähle ich Euch von der Weinernte in Georgien, vom ersten Container Saperavi, der hoffentlich bald auf den Weg geht, von den ersten Bioweinen, die Alois Lageder lanciert und mache Euch noch ein bisschen Apetit auf Südafrika, denn die Urlaubssaison beginnt da unten erst richtig. Also - ich bin dann mal weg; aber auch schon bald wieder da!

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